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Fotos von Lost Places – Wie die Schönheit vergessener Orte in der Fotografie festgehalten wird

3. Juli 2015 — by Janina Benz0

INSPIRATIONStories

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Lost Places sind wie magische Zeitkapseln und bieten eine unvergleichliche Kulisse für wunderschöne Fotos. Abenteuer, Entdeckungen, Geschichte – dafür stehen die Lost Places und sind somit ein Paradies für Fotografen, die gerne auf den Spuren von Indiana Jones wandeln. Der Fotograf und Entdecker Kai Fricke von lost-places.com nimmt uns mit auf seine Reise durch die Vergangenheit.

Fotografieren und Entdecken – das sind die größten Hobbys von Kai Fricke. Deshalb kommt er auch viel rum und findet Bauwerke und Orte, die es eigentlich gar nicht mehr gibt. Aber die Lost Places betrachtet Fricke keinesfalls als seine Arbeit, es ist pure Leidenschaft. Und es sind die einzigartigen Momente, welche ihn die Zeit vergessen lassen. Momente, auf die er wartet und tagtäglich hinarbeitet. Er möchte den Glanz der Vergangenheit festhalten, indem er die Lost Places in seiner Fotografie dokumentiert und auf lost-places.com präsentiert. Eine seiner ganz persönlichen Schatzkammern sind die Byzantinischen Klosterhöhlen in der Türkei. Hier konnte Fricke schon einige faszinierende Entdeckungen machen – und wunderschöne Fotos schießen.

Fotos von Lost Places – Wie die Schönheit vergessener Orte in der Fotografie festgehalten wird
Fotos von Lost Places – Byzantinische Klosterhöhlen © Kai Fricke – www.lost-places.com

Was sind Lost Places?

Lost Places, das sind Orte, die in Vergessenheit geraten und dem Zerfall ausgesetzt sind. Meistens handelt es sich um Bauwerke jüngerer Geschichte, die entweder noch nicht das Interesse der Historiker auf sich gezogen haben oder schlichtweg als unbedeutend erachtet und vergessen werden. Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel hinterlässt viele solcher Orte: verlassene Sanatorien, stillgelegte Fabriken oder verfallene Kasernenanlagen, die nun eine besondere Kulisse für Fotografen bieten. Die Fotos von den Lost Places strahlen eine magische Atmosphäre aus, vereinen die Melancholie des Zerfalls mit der Faszination für zeitlos schöne Architektur. Aber was macht den Zauber dieser speziellen Orte aus, wer interessiert sich neben den Fotografen wie Kai Fricke noch für ihre Entdeckung und was solltet ihr bei der Erkundung von Lost Places unbedingt beachten? Wir haben es für euch herausgefunden und zusammengefasst.

Lost Places – die faszinierende Schönheit des Zerfalls

Die Luft riecht anders, das Licht ist magisch und die Vergangenheit ist allgegenwärtig. Die Lost Places sind wie eine Zeitkapsel, die die Geschichte gefangen halten. Häufig findet man noch viele Einrichtungsgegenstände und Utensilien, sodass die Gebäude so wirken, als ob sie von einem auf den anderen Tag plötzlich verlassen wurden und seitdem unberührt sind. Auch die Architektur eines Gebäudes offenbart sich dem betrachtenden Fotografen auf eine besondere Art und Weise. Der Kontrast zwischen der Erinnerung an die erhabenen Hallen oder reich verzierten Fenstern und dem nun maroden und vernachlässigten Zustand der Gebäude bringt eine besondere Spannung ins Bild, wie z. B. die Tafel eines ehemaligen Rittergutes in Deutschland. Schließt man bei solchen Momenten kurz die Augen, atmet tief den Zauber der Vergangenheit ein, dann sieht man sie: Ehrwürdige, stolze Ritter, Mann neben Mann, auf das Wohle anstoßend. Viele Fotografen faszinieren die Ästhetik des Zerfalls und die friedliche Stille, die man so an keinen anderen Orten finden kann.

Fotos von Lost Places – Wie die Schönheit vergessener Orte in der Fotografie festgehalten wird
Fotos von Lost Places – Tafel eines ehemaligen Rittergutes © Kai Fricke – www.lost-places.com

Lost Places sind auch ein beliebtes Ziel fürs Geocaching

Die verlassenen Orte üben auch eine große Faszination auf Geocacher aus. Diese begeben sich auf eine Art moderne Schnitzeljagd oder Schatzsuche. Ausgestattet mit einem GPS-Empfänger und digitalen Schatzkarten, die die Koordinaten des Zielobjekts enthalten, suchen sie Schätze in Form von kleinen Boxen, die an öffentlichen oder verlassenen Orten versteckt werden. Diese „Caches“ haben andere Geocacher zuvor dort versteckt und werden von den Findern auch weiterhin an Ort und Stelle gelassen oder gegen etwas Vergleichbares eingetauscht. Hat man sie entdeckt, kann man sich in einem Logbuch verewigen und seine Erfahrungen auf diversen Webseiten mit anderen Geocachern teilen. Da Geocacher immer auf der Suche nach dem Besonderen und Außergewöhnlichen sind, bieten die Lost Places ideale Ziele für ihre Jagd.

Lost Places können aber auch defekte Fahrzeuge oder flügellahme Flugzeuge sein. Ein verlassener, jedoch vollgepackter Jeep, aufgenommen von Kai Fricke in den weiten Ebenen auf Island, könnte jede Sekunde wieder anspringen und seine Route fortsetzen. Seine wahre Geschichte werden wir wohl nie erfahren, jedoch steht sein abenteuerlich wirkendes Dasein voll und ganz für den Slogan auf seiner Heckscheibe: „One life, live it.“

Fotos von Lost Places – Wie die Schönheit vergessener Orte in der Fotografie festgehalten wird
Fotos von Lost Places – vollgepackter Jeep in den weiten Ebenen Islands – „One life, live it.“ © Kai Fricke – www.lost-places.com 

Ihr wollt Lost Places in Deutschland entdecken?

Mitten in Deutschland: verborgene Welten, verlassene Gemäuer, vergessene Ruinen. Magische Orte für abenteuerlustige Fotografen! Wer in den neuen Bundesländern wohnt, kann sich glücklich schätzen, denn hier gibt es durch die besondere Geschichte viele Lost Places. Im Ruhrgebiet kommen die Freunde von alten Industrieruinen auf ihre Kosten. Anders sieht es etwa im Stuttgarter Raum aus – was an der allseits bekannten sparsamen Schwabenmentalität liegen könnte.

Wenn ihr eine Tour zu einem Lost Place plant, informiert ihr euch am besten schon im Voraus über den baulichen Zustand des Gebäudes. Zudem solltet ihr zuvor den Eigentümer um eine Genehmigung fürs Fotografieren bitten, da ihr sonst strenggenommen Hausfriedensbruch begeht. Bei der Entdeckungstour ist stets Vorsicht geboten. Unsichere Stellen sollte man gar nicht erst betreten, außerdem geht ihr besser nie allein. Auch wenn es verführerisch ist, jeder Besucher sollte nichts verändern oder mitnehmen, damit der Ort auch für Nachfolgende – wie es Kai Fricke formuliert – „magisch“ bleibt und „den Glanz unserer Vergangenheit“ beibehält.

Fotos von Lost Places – Wie die Schönheit vergessener Orte in der Fotografie festgehalten wird
Fotos von Lost Places – ehemalige Zuckerfabrik in Deutschland © Kai Fricke – www.lost-places.com

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Janina Benz

Janina Benz

Janina Benz ist seit 2014 Digital Marketing Manager des Geschäftsbereichs Imaging Consumer bei Kodak Alaris. In dieser Funktion verantwortet sie die Themen Firmen-Website, Apps, Social Media und Influencer Relations.

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