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Actionfotografie: 5 Tipps zur Sportfotografie auf der Piste

8. Januar 2016 — by Janina Benz0

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Ob Skifahrer, Snowboarder, Rodelfans oder Schlittschuhläufer – Wintersportler können sich freuen, denn endlich ist der Winter eingebrochen. Nach der viel zu langen Sommerpause könnt ihr nun die Pisten unsicher machen. Und das soll natürlich auch auf spektakulären Fotos festgehalten werden. Actionfotografie gehört allerdings zu den Königsdisziplinen der Fotografie, weshalb ein bisschen Übung notwendig ist. Damit ihr mit euren Aufnahmen zufrieden sein könnt, stelle ich euch heute einige wichtige Tipps vor, die ihr beachten solltet, wenn ihr rasante Action-Szenen mit euren Freunden oder der Familie einfangen wollt.

#Tipp 1 für Actionfotografie: Das richtige Timing

Gleich ob im winterlichen Weiß oder im Sommer auf dem Fußballplatz – bei Sportfotografie sind vor allem zwei Faktoren entscheidend: Action und Emotion. Emotionen könnt ihr gut in einem Foto festhalten, wenn Kinder beispielweise beim Wettfahren im Ziel jubelnd die Arme hochreißen.

Ein ganz besonderer Moment: So schön kann Wintersport sein!

 Wenn ihr typische Bewegungsabläufe, wie etwa die Schwünge beim Skifahren fotografiert, erhaltet ihr schöne, actionreiche Fotos. Um im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken, solltet ihr die Bewegungen „vorausahnen“. Wenn man selbst Skifahrer oder Schlittschuhläufer ist, fällt einem dies natürlich leichter. Dieser Tipp hilft euch dabei: Nutzt die Serienfunktion der Kamera. Je mehr Fotos ihr pro Sekunde schießen könnt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein gelungenes Foto dabei ist.

Den Schwung im richtigen Moment einfangen
Den Schwung im richtigen Moment einfangen

#Tipp 2 für Actionfotografie: Equipment

Ein gutes Auge und ein schneller Finger auf dem Auslöser sind wichtig. Für gelungene Actionfotografie sind jedoch auch die richtigen Kameraeinstellungen und geeignetes Equipment entscheidend. Als Hobbyfotograf müsst ihr dabei nicht zwingend tief in die Geldbörse greifen.

Worauf ihr dennoch bei der Wahl der Kamera achten solltet:

  • Schneller Autofokus, der ermöglicht, dass die Kamera auch bei schnellen Bewegungen das Motiv ausreichend schnell scharf stellen kann
  • Hohe Bildrate, welche mehr Bilder pro Sekunde im Serienbildmodus ermöglicht
  • Hohe ISO-Fähigkeit, die auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Fotos ohne Blitz ermöglicht
  • Objektiv mit möglichst großer Offenblende, die dafür sorgt, dass in kurzer Zeit sehr viel Licht auf den Sensor fallen kann. So sinkt die Verwacklungsgefahr
  • Zoomobjektiv, das einen Brennweitenbereich von moderatem Weitwinkel bis moderatem Tele abdeckt

Am besten nehmt ihr außerdem Ersatz-Akkus und Speicherkarten mit! Die Kälte lässt die Leistung der Akkus enorm sinken, so dass euch die Kamera schnell verlassen kann. Damit ihr aber keinen spannenden Moment versäumt, solltet ihr euch im Voraus gut ausstatten.

#Tipp 3 für Actionfotografie: Kameraeinstellungen

Fast noch wichtiger als das Equipment sind allerdings die richtigen Einstellungen an der Kamera. Verschlusszeit, Blende und ISO-Wert sind die wichtigsten Gestaltungselemente, um die Bildwirkung zu steuern.

Damit lassen sich letztendlich zwei verschiedene Techniken ausführen:

„Einfrieren“

Ziel der Actionfotografie ist es meist, die Bewegungen „einzufrieren“. Um dies zu ermöglichen, wird eine sehr kurze Verschlusszeit benötigt. Die Verschlusszeit beschreibt die Zeit, in der die Blende geöffnet ist und Licht auf den Bildsensor fallen kann. Ein Richtwert ist eine Verschlusszeit von 1/500 m – wobei diese bei besonders schnellen Bewegungen noch verkürzt werden muss. Bei kurzer Verschlusszeit muss die Blende ausreichend groß sein, damit genügend Licht auf den Sensor einfallen kann. Eine möglichst große offene Blende verringert die Schärfentiefe und sorgt somit für einen unscharfen Vorder- und Hintergrund, wodurch das Bild auf das Wesentliche beschränkt wird.

Oft verwendet in der Actionfotografie: Das „Einfrieren“
Oft verwendet in der Actionfotografie: Das „Einfrieren“

Gut zu wissen: Wenn sich das Motiv auf den Fotografen zubewegt, lässt es sich besonders gut einfrieren. Also stellt euch ans Ende der Piste oder der Rodelbahn – wenn Kinder oder Freunde die Piste runtergeschossen kommen, könnt ihr unten bereitstehen und spektakuläre Aufnahmen machen.

„Mitzieher“

Auch der sogenannte Mitzieher ist eine beliebte Technik, bei der eine dynamische Wirkung erzielt wird und die sich besonders bei schlechten Lichtverhältnissen eignet. Voraussetzung dafür ist, dass sich der Sportler relativ gleichmäßig in eine Richtung bewegt. Damit ein Mitzieher gelingt, muss zum einen die Verschlusszeit höher als üblich eingestellt sein und zum andern muss man den richtigen Augenblick abwarten. Dafür solltet ihr die Kamera auf das Motiv richten und dieses mit halb gedrücktem Auslöser verfolgen, bis der richtige Moment gekommen ist. Achtet darauf, die Kamera auch nach dem Auslösen noch ein Stück in Bewegungsrichtung mitzuziehen, da ein abruptes Stoppen zu Wacklern führen kann. Das bewegte Motiv wird auf diese Weise scharf abgebildet, während der Hintergrund verwischt.

Der „Mitzieher“ in der Actionfotografie
Der „Mitzieher“ in der Actionfotografie

#Tipp 4 für Actionfotografie: weiss gepuderte Landschaft

Da die automatische Belichtungsmessung von dem Weiß der Schneelandschaft überfordert ist, muss bei jeder Aufnahme im Schnee eine Belichtungskorrektur vorgenommen werden. Dafür ist es eventuell nötig, den Weißabglich bei eurer Kamera manuell einzustellen und den Blendenwert zu erhöhen.

#Tipp 5 für Actionfotografie: Brennweite und Perspektive

Je nachdem, ob ihr eure Freunde bei der Talabfahrt, eure kleinen Geschwister auf der Eisbahn oder die Kinder auf der Rodelbahn fotografieren wollt, variiert die Entfernung zwischen der Linse und dem Motiv stark. Um dies zu regulieren, müsst ihr die Brennweite eures Zoomobjektivs verändern. Mit einer kleinen Brennweite können nahe gelegene Motive mit viel Hintergrund eingefangen werden, während mit einer großen Brennweite entfernte Motive nah herangeholt werden können.

Und noch ein Tipp zur Perspektive: Um Sportler in ihren Bewegungen abbilden zu können, eignet sich die Froschperspektive besonders gut, da der Sportler größer erscheint und dem Foto so mehr Dynamik und Dramatik verliehen wird. Geht also ruhig in die Knie, während ihr im Ziel auf die Skiläufer wartet!

Froschperspektive: Näher dran am Geschehen
Froschperspektive: Näher dran am Geschehen

Besonders bei Actionfotografie gilt: Üben, üben, üben! Aber wenn ihr diese Tipps beherzigt, gelingen euch nach einigen Versuchen sicherlich mitreißende Fotos. Ich wünsche euch viel Spaß beim Wintersport – gleich ob ihr selbst aktiv werdet oder eure Lieben dabei ablichtet! Wie wäre es, wenn ihr mir die besten Fotos vom Rodeln, Abfahrtsrennen oder der Siegerehrung danach sendet?

KODAK MOMENTS App:

Mit der KODAK MOMENTS App könnt ihr eure Winter-Fotos auf dem Smartphone gestalten und anschließend sofort an einer KODAK SofortBild Station ausdrucken.

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Janina Benz

Janina Benz

Janina Benz ist seit 2014 Digital Marketing Manager des Geschäftsbereichs Imaging Consumer bei Kodak Alaris. In dieser Funktion verantwortet sie die Themen Firmen-Website, Apps, Social Media und Influencer Relations.

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