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Bildrechte und Social Media: 5 Tipps, wie ihr eure Fotos im Internet schützen könnt

29. Mai 2015 — by Janina Benz8

FOTOTIPPSNews

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Bildrechte und Social Media: 5 Tipps! Wie könnt ihr euer Urheberrecht und eure Fotos im Internet schützen könnt? Unser Kodak Moments Fotoblog zum Thema Social Media Bildrechte!

Social Media und die lieben Bildrechte – ein vieldiskutiertes Thema! Grundsätzlich sind alle Fotos in Deutschland vom Urheberrechtsgesetz geschützt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um die professionelle Aufnahme eines Fotografen, ein Werbefoto oder den Schnappschuss der letzten Geburtstagsfeier handelt. Aber wie steht es um die Bildrechte, wenn ihr eure Fotos in Social Networks veröffentlicht oder via Social Media teilt?

Wo die Gesetzgebung in puncto Bildrechte in früheren Tagen nahezu eindeutig geklärt war, ist sie im Social Media-Zeitalter hoch komplex und zugleich ziemlich schwammig formuliert. Das macht es sowohl für Hobbyfotografen als auch für den Ottonormalverbraucher im alltäglichen Gebrauch von Fotos und Bildern jeder Art nicht gerade leicht. Wie schnell sich lustige Bilder, spannende Infografiken oder Fotos von Stars und Sternchen verbreiten, seht ihr an der Vielzahl an Katzenbildern im Social Web und der Anzahl der Likes, Tweets und Shares der aktuellsten Promifotos.

Social Media ist wie ein Bermuda-Dreieck für Bildrechte

Besonders heikel für Hobby- und professionelle Fotografen ist das Veröffentlichen und Teilen von Fotos in Social Networks wie FACEBOOK, INSTAGRAM, PINTEREST und FLICKR. Jedes Bild, das beispielsweise in FACEBOOK hochgeladen wird, verliert dabei seine Metadaten – also auch die Informationen über Urheber und Bildrechte – und wird Eigentum der Plattform.

Obwohl die Nutzung von Social Media nicht nur bei Privatpersonen, sondern auch bei Unternehmen längst etabliert ist, befindet sich das Urheberrecht im Internet in einer Grauzone. So gibt es bis heute keine speziellen Bildrechte für Social Media, obwohl diese zwingend nötig wären, um die Urheberrechtslage für Bildersteller auf der einen Seite und die Bildnutzer sowie die Social Networks als Sharing-Plattformen auf der anderen Seite zu definieren.

Die spannende Frage lautet deshalb: Wie könnt ihr eure eigenen Fotos in Social Media schützen und euch vor möglichen Urheberrechtsverletzungen bewahren?

 

Nützliche Tipps zum Schutz eurer Fotos

bildrechte-social-media-tipps-wie-fotos-schuetzen-urheberrecht-kodak-moment_1.jpgWenn ihr jetzt Angst davor habt, eure Bilder via Social Media zu teilen, dann sei euch an dieser Stelle erwähnt, dass die Veröffentlichung eurer Fotos in Social Networks wie FACEBOOK und TWITTER oder Bilderplattformen wie INSTAGRAM und PINTEREST auch riesige Potenziale in sich birgt. Wie könnt ihr eure Freunde und Follower effizienter erreichen, als über Social Media? Und anhand der Likes, Shares, Tweets und Kommentare bekommt ihr direkt ein Feedback, ob eure Fotos gelungen sind.

Also, auch wenn die Grundlagen für die Bildrechte in Social Media noch unklar sind, könnt ihr eure Fotos durch ein paar einfache Tricks schützen. Wir haben hier fünf Tipps für euch, mit denen ihr eure Bilder bestmöglich brandmarken könnt:

Bildrechte Tipp #1: Verkleinert eure Fotos

Je niedriger die Pixelzahl, desto weniger Anreiz besteht für Dritte, das Bild weiter zu verwenden. Wenn ihr ein Foto posten wollt, reichen für die Darstellung etwa 72 dpi und eine Breite von maximal 403 Pixel. Achtet aber auch auf die empfohlenen Maße der jeweiligen Social Networks, damit eure Fotos nicht total verzerrt oder verpixelt dargestellt werden.

Bildrechte Tipp #2: Baut ein Wasserzeichen ein

bildrechte-social-media-tipps-wie-fotos-schuetzen-urheberrecht-kodak-moment_2.jpgAuch wenn es nicht besonders schön ist, ein Wasserzeichen ist schwer aus dem Bild zu entfernen und bietet so eine verlässliche Kennzeichnung der Bildrechte. Wer auf ein Wasserzeichen verzichten möchte, der kann zumindest sein Copyright in das Foto einfügen und auf seine Webseite oder den entsprechend genutzten Social Media-Kanal verweisen.

Bildrechte Tipp #3: Informiert euch über den Rechtsumfang

Ein Bild kann neben dem Urheberrecht viele weitere Rechtsprobleme, z. B. das Persönlichkeitsrecht oder das Datenschutzrecht, betreffen. Auf diesem Gebiet sollten sich insbesondere Profi- und Hobbyfotografen auskennen, um die eigenen Rechte am Bild zu schützen und selbst keine Rechte zu verletzen.

Bildrechte Tipp #4: Schreibt Abmahnungen an Seitenbetreiber

Die Providerhaftung gilt auch für Foren oder FACEBOOK-Unternehmensprofile. Wird eines eurer Fotos ohne eure Zustimmung verwendet, solltet ihr den Foren- oder Seitenbetreiber über die Urheberrechtsverletzung informieren. Löscht dieser das Foto nicht, kann er dafür unter Umständen haftbar gemacht werden.

Bildrechte Tipp #5: Versteht die AGB der Sozialen Netzwerke

Der verzweifelte Versuch eine Veröffentlichung wieder unter Kontrolle zu bekommen, kann das Gegenteil bewirken und nur noch mehr Aufmerksamkeit bringen (siehe Streisandeffekt). Social Media lebt vom Teilen. Daher ist es im Zweifelsfall besser, ihr macht euch diese Eigenheiten zunutze, z. B. um die Reichweite zu erhöhen und eine eigene Community aufzubauen.

Worauf ihr sonst noch unbedingt achten solltet

Betreiber von interaktiven Seiten fallen unter die Providerhaftung und sind ggfs. verantwortlich für Fotos und andere Inhalte, die Dritte auf ihrer Seite veröffentlichen. Doch auch für die persönliche Nutzung gilt: Wer mit Bildern arbeitet, sollte sich mit den rechtlichen Grundlagen auskennen. Eine Checkliste mit den wichtigsten Schutzrechten findet ihr hier:

o   Urheberrecht: Wer hat das Foto gemacht?

o   Persönlichkeitsrecht: Haben abgebildete Personen eine Einwilligung gegeben?

o   Markenrecht: Sind Marken zu erkennen?

o Schutzrechte für Kunstwerke, Gebäude, Geschmacksmuster: Sind eindeutig identifizierbare schöpferische Werke zu erkennen?

Social Media heißt Fotos miteinander teilen

Grundsätzlich bewegen wir uns in Social Media bildrechtlich in einer Grauzone. Dennoch ist es wichtig, sich der Problematik bewusst zu sein und die Bildrechte besser einmal mehr zu prüfen. So spart ihr euch im Zweifelsfall aufwändige und teure Strafverfahren. Nicht vergessen solltet ihr aber, dass das Teilen von Inhalten das Grundprinzip der Social Networks ist. Habt ihr diese Kerneigenschaft einmal verinnerlicht, ergeben sich vielseitige Möglichkeiten, auf eure Werke aufmerksam zu machen und mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten. Der wichtigste Tipp im Umgang mit seinen Fotos im Netz sowie zum Thema Bildrecht in Social Media lautet daher: Gelassenheit.

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Janina Benz

Janina Benz

Janina Benz ist seit 2014 Digital Marketing Manager des Geschäftsbereichs Imaging Consumer bei Kodak Alaris. In dieser Funktion verantwortet sie die Themen Firmen-Website, Apps, Social Media und Influencer Relations.

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