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Digitale Fotos speichern – ist das sicher? So schnell nutzen sich Festplatte, CD und Co. ab

8. Juli 2015 — by Janina Benz2

AllgemeinFOTOTIPPS

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Auf dem PC, der externen Festplatte oder dem USB-Stick - wo sind eure Fotos am längsten sicher aufgehoben? Hier erfahrt ihr mehr darüber, wie eure wertvollsten Erinnerungen auch noch euren Großenkeln erhalten bleiben.

Kennt ihr das? Ihr entdeckt auf einer alten Festplatte oder selbstgebrannten CD einen Ordner voller Bilder und ertappt euch dabei, wie ihr die nächste halbe Stunde klickend in Erinnerungen schwelgt. Stellt euch mal vor, ihr hättet diesen Bilder-Ordner nicht wiedergefunden – oder eure Festplatte hätte letzte Woche den Geist aufgegeben. Wäre es nicht schade, um die ganzen Erinnerungen gewesen? Unsere Infografik erklärt, warum Bilder euch auf digitalem Weg aber nicht so lange erhalten bleiben, wie man denkt. Auf Snapchat versendet, halten eure Fotos nur ein paar Sekunden – kein guter Weg, sie zu behalten. Auch auf einem Smartphone oder Tablet sind sie aber nicht lange gut aufgehoben. Immerhin halten diese Geräte selten mehr als drei Jahre Dauernutzung durch, bevor sie in die ewigen Jagdgründe des Elektroschrotts eingehen. Auf welchem Speichermedium kann man also am besten Fotos speichern?

Wo digitale Fotos am längsten überleben

Auf einem Rechner sind Bilder schon besser aufgehoben; der hält meistens um die fünf Jahre, bis ein neuer her muss. USB-Sticks halten bis zu zehn Jahre durch, je nach Qualität und Handhabung. Auf einer externen Festplatte oder CD dagegen könnten eure Fotos im Bestfall bis zu 30 Jahre überleben. Vorausgesetzt, die Festplatte fällt nicht hin und kommt niemals aus Versehen mit einem Magneten in Kontakt. Die CD dagegen darf nicht verkratzen oder zerbrechen.

Besser eignet sich da schon eine Bluray-Disc für eure Fotos – die überlebt bis zu 100 Jahre, bis sie nicht mehr abspielbar ist. Klingt gut? Ist aber nicht so toll, wie es scheint. Denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass viele Formate schneller ausdienen, als sie kaputt gehen. Dazu ein Beispiel.

Infografik Digitaler Blackout

Wenn die Fotos noch da sind – aber niemand sie noch sehen kann

Kennt ihr noch Floppys, handelsübliche Disketten? 1987 eingeführt, waren diese Plastikscheiben mit Magnetband jahrelang DAS Speichermedium. Floppys sind theoretisch bis zu 30 Jahre lang haltbar – die richtige Lagerung vorausgesetzt. Heutzutage könnte eine richtig gelagerte Floppy von 1987 also gerade noch funktionieren. Aber welcher PC kann heute noch etwas mit so einer Diskette anfangen? Heute, wo ein Großteil aller Laptops gar kein optisches Laufwerk mehr besitzt.

Genauso ergeht es den meisten Speichermedien heutzutage: Irgendwann lösen neue Formate sie ab. Und nach und nach verlieren wir die Mittel, um mit unseren alten Daten noch etwas anzufangen. Wer kann heute noch eine Audio- oder VHS-Kassette abspielen, wer eine IDE-Festplatte einbauen – und welchem Kind sagt das alles überhaupt noch etwas?

Fotos Drucken bleibt der beste Weg

Ein ganz schönes Dilemma also: Digitale Bilder sind irgendwann verloren. Entweder, weil die Datenträger kaputt gehen, oder, weil sie niemand mehr abspielen kann. Die beste Lösung heißt hier immer noch: Wertvolle Fotos ausdrucken. Ausgedruckte Fotos halten mehr als 100 Jahre lang und benötigen keinerlei Hilfsmittel – ihr braucht sie nur anzusehen. Daran können sich auch noch eure Enkelkinder erfreuen. Egal, ob sie ein Bluray-Laufwerk, einen USB-Anschluss oder überhaupt noch einen Computer im heutigen Sinne besitzen. Und legen wir einmal die Hand auf’s Herz: Ist es nicht viel schöner, die tollsten Momente in einem Rahmen an der Wand oder in einem Album im Regal zu haben – und nicht nur, ab und zu zufällig über sie zu stolpern?

Janina Benz

Janina Benz

Janina Benz ist seit 2014 Digital Marketing Manager des Geschäftsbereichs Imaging Consumer bei Kodak Alaris. In dieser Funktion verantwortet sie die Themen Firmen-Website, Apps, Social Media und Influencer Relations.

2 comments

  • Pingback: Geschichte vom Buchdruck zum digitalen Fotodruck | Kodak Moments Blog

  • Thomas Leger

    10. Juli 2015 at 10:33

    Alles gut und schoen, aber erstens nehmen ausgedruckte Fotos sehr viel Platz weg.

    Ausserdem muessen auch diese richtig gelagert werden, da sie sehr anfaellig fuer Luftfeuchtigkeit, UV Strahlung, Waerme etc. sind.

    Und wer hat schon einen speziell klimatisierten Raum mit immer gleich bleibender kuehler Temperatur und UV Abschluss z.Bsp. in einem Bergstollen etc.

    Somit gibt es DIE optimale Loesung wohl noch nicht.

    Ich hab meine Fotos auf dem Laptop und 2 x gesichert auf getrennten externen Festplatten.

    Sollte also 1 Medium kaputt gehen, habe ich immer noch 2 Alternativen. Die derzeit fuer mich beste techn. Loesung.

    Gruss.

    – Th. –

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