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Geld mit Bildern verdienen: Tipps für Hobbyfotografen

20. November 2015 — by Falk Hedemann0

AllgemeinFOTOTIPPS

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Viele Hobbyfotografen haben einen gemeinsamen Traum: Sie möchten mit ihren Bildern Geld verdienen. Dabei muss es gar nicht um eine zusätzliche Einnahmequelle für den Lebensunterhalt gehen oder gar den Plan beinhalten, vom Fotografieren irgendwann einmal leben zu können. Viele Hobbyfotografen interessiert eher die Finanzierung ihres mitunter recht kostspieligen Faibles.

Ambitionierte Hobbyfotografen stehen regelmäßig vor ähnlichen Fragen wie diesen: Wie finanziere ich mir den Umstieg auf das Vollformat? Woher bekomme ich Geld für die tolle Makrolinse, die ich schon so lange „brauche“? Wer bezahlt mir das neue Stativ mit Kugelkopf? Natürlich könnte man dafür auf den nächsten Urlaub verzichten, aber eigentlich wollte man genau da ja das neue Equipment einsetzen. Es muss also eine andere Geldquelle her und was läge da näher, als mit den eigenen Bildern Geld zu verdienen? Gelingt einem das, so kann man sein teures Hobby auch locker gegenüber sich selbst und anderen rechtfertigen.

Möglichkeit 1: Fotos über Stockphotoagenturen verkaufen

Hat man nicht ausreichend Zeit, Fotografieren als Dienstleistung anzubieten, so kann man auch versuchen, seine Bilder direkt zu verkaufen. Auch hier hilft das Social Web auf die Sprünge, denn mit der Inhaltsschwemme in den sozialen Medien steigt auch die Nachfrage an passender Bebilderung. Stock-Fotoagenturen platzieren dafür massenhaft Bilder auf ihren Plattformen, die von Unternehmen und Bloggern erworben bzw. lizenziert werden können. Als Fotograf kann man sich auf diesen Plattformen registrieren, seine Fotos hochladen und zum Download anbieten. Die bekanntesten Plattformen sind derzeit wohl FOTOLIA, ISTOCKPHOTO und GETTY IMAGES, aber es gibt auch noch viele weitere Plattformen.

Welche man für sich auswählt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier lohnt es sich besonders, nicht nur auf die Vergütung zu schauen, sondern auch auf das bereits vorhandene Inventar. Findet man eine Plattform, auf der die Art der eigenen Bilder noch nicht so zahlreich vertreten ist, könnte sich die Platzierung dort schneller auszahlen. Wichtig auf allen Plattformen sind aber in jedem Fall hochwertige Bilder, die möglichst eine Besonderheit haben. Zudem sollte man sich die Zeit nehmen und die hochgeladenen Bilder sorgfältig verschlagworten. Nur so können sie letztlich gefunden und mit etwas Glück gekauft werden. Reich wird man damit aber eher nicht und nur wer wirklich nachgefragtes Bildmaterial anbietet, wird sich davon irgendwann neues Equipment leisten können.

 

Stockphotos - eine Möglichkeit, Geld mit Bildern im Internet zu verdienen
Stockphotos – eine Möglichkeit, Geld mit Bildern im Internet zu verdienen

Möglichkeit 2: Geld mit Fotos über Instagram & Co. verdienen

Auch im mobilen Bereich tummeln sich mittlerweile eine Vielzahl von Foto-Plattformen, über die Hobbyfotografen ihre Fotos verkaufen können. Die bekannteste und meistbenutzte Foto-App ist dabei INSTAGRAM. Auch wenn sich über diese populäre Plattform nicht direkt Fotos verkaufen lassen, können sich Fotografen dort sehr schnell eine bedeutende Fangemeinde aufbauen. So gibt es bereits einige Instagramer, die über diesen Weg ihren Lebensunterhalt verdienen. Ihre Fotos schießen die Instagram-Profis allerdings schon lange nicht mehr mit ihrem Smartphone. Sie verwenden ihre DSLR und spielen die fertigen Fotos auf das Smartphone, um sie dann bei Instagram zu posten. Ihre Erfolge sind bei den Unternehmen nicht unentdeckt geblieben und so werden sie zum Teil direkt für gutbezahlte Shootings gebucht.

Es geht aber auch noch anders und direkter als über Instagram. Diverse App-Anbieter buhlen um die besten Fotos der Amateur-Fotografen und bieten für deren Bilder Verkaufsplattformen an. Ihre gemeinsame Mission: Sie wollen den traditionellen Stockphoto-Markt komplett umkrempeln und für alle Fotografen öffnen. Bereits seit 2012 ist beispielsweise FOAP im Rennen. Das zu den Pionieren auf diesem Gebiet gehörende schwedische Startup akzeptiert auch DSLR-Fotos und vergütet jeden Fotokauf mit 5 US-Dollar. Bei einem Standardpreis von 10 US-Dollar sind das zwar nur 50 Prozent, aber dafür muss sich der Fotograf nach dem Upload um nichts mehr kümmern.

Einen sehr interessanten Ansatz fährt das Münchener Startup THE WORLD OF PICTURES ihrer Smartphone-App PICJERRY. Wie bei FOAP können bei PICJERRY Fotos hochgeladen und zum Verkauf angeboten werden. Nach eigenen Angaben können Fotografen zwischen 2,50 und 250 Euro pro Bild verdienen. Das Besondere an dieser App ist jedoch die Bildanfrageoption. Wird ein potenzieller Käufer auf der Suche nach einem Motiv nicht fündig, so kann er ein Gesuch einstellen. Dafür stehen einige interessante Einstellungen zur Verfügung. So lassen sich Bildanfragen beispielsweise lokalisieren. Registrierte Fotografen aus der gewünschten Region bekommen dann Anfrage direkt auf ihr Smartphone geschickt.

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Mit FOAP Bilder im Internet verkaufen

Ein Beispiel: Gesucht wird ein Foto vom Hamburger Rathaus bei Nacht. Ich bin gerade in Hamburg unterwegs, bekomme die Anfrage von PICJERRY und mache am Abend schnell ein Foto vom Rathaus. Anschließend lade ich das Bild hoch und wenn es dem Auftraggeber gefällt, bekomme ich 5 Euro gutgeschrieben.

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Möglichkeit 3: Fotografieren als Dienstleistung

Wer eine kreative Ader besitzt, ein gutes Auge für tolle Motive hat und sich bereits ein gutes Portfolio an Erfahrungen und Fähigkeiten angeeignet hat, kann seine Dienste als freier Fotograf anbieten. Im Grunde hat man ja auch schon alles, was man dafür braucht. Was noch fehlt ist das Marketing. Hier bieten sich im Social Web gleich eine Vielzahl von Möglichkeiten, die zudem noch günstig bis kostenlos zu nutzen sind. Ein Blog als zentraler Ausgangspunkt ist schnell aufgesetzt und bietet großen Gestaltungsspielraum.

Wer Geld mit seinen Bildern verdienen möchte, muss sie natürlich ansprechend präsentieren. Für WordPress gibt es eine ganze Reihe von Plugins, die das übernehmen. Ideal ist ein Galerie Plugin, dass automatisch Thumbnails, also kleine Vorschaubilder, erzeugen kann und bei einem Klick auf ein Bild eine größere Version anzeigt. Ich persönlich halte nicht viel von Wasserzeichen oder ähnlichen Versuchen das Kopieren von Bildern zu verhindern, aber wer möchte, kann auch damit experimentieren. Man sollte aber unbedingt daran denken, dass die Besucher auch erkennen können, dass die Bilder verkauft werden.

Wer im Webdesign nicht so bewandert ist, kann entweder auf eines der zahlreichen WordPress-Themes zurückgreifen oder er beauftragt einen professionellen Webdesigner. Um die Kosten gering zu halten, kann man diesem vielleicht auch einen Deal anbieten und ihn mit Fotos für seine Projekte versorgen. Für welche Lösung man sich auch entscheidet, das Ergebnis sollte einen professionellen Eindruck machen, denn es ist schließlich die visuelle Visitenkarte für die eigene Dienstleistung.

Anschließend baut man für das neue Blog soziale Kanäle auf und macht dort auf sein Angebot aufmerksam. Dabei sollte man nicht mit Wissen, Tipps und Beispielen geizen, denn besser kann man seine Kompetenzen nicht sichtbar machen. Bevor die ersten Aufträge angenommen werden, muss man sich allerdings noch um die Gewerbeanmeldung kümmern. In Deutschland ist das zum Glück seit einigen Jahren recht einfach. Die genauen Formalien erfragt man am besten bei seinem Finanzamt.

Geld mit Bildern verdienen

Fazit: Den schnellen Weg gibt es nicht

Auch wenn man seine Fotos selbst sehr mag und dafür auch von anderen Komplimente bekommt, der Weg zu Ruhm und Reichtum ist für Hobbyfotografen nicht einfach. Allerdings sind die Kosten für einen Versuch überschaubar und was hat man schon zu verlieren? Übrigens kann man die beiden beschriebenen Möglichkeiten auch kombinieren: Wer tolle Fotos macht und vielleicht schon über etwas Reichweite im Social Web verfügt, kann auf seinem Foto-Blog auch Werke zum Kauf anbieten.

Wie sind denn eure Erfahrungen? Habt ihr schon mal Geld mit euren Fotos verdient?

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Falk Hedemann

Falk Hedemann

Falk Hedemann ist sowohl privat als auch geschäftlich in der digitalen Welt zuhause und berät Organisationen wie WWF Deutschland oder die Deutsche Bahn in Sachen digitale Kommunikation. Zusätzlich schreibt er als freier Journalist für LEAD digital und Internet World Business und ist parallel noch Mitherausgeber vom UPLOAD Magazin. Falk ist außerdem passionierter Hobbyfotograf, was sich in zahlreichen Fotos von seinen vielen Reisen niederschlägt.

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