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Hinter den Kulissen: Ein Brite in Stuttgart

3. Juni 2015 — by Janina Benz1

AllgemeinNews

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Heute möchte ich euch meinen Kollegen James Casha vorstellen. Er ist stolzer Vater von 2 Söhnen, großer Fan von Oldtimern jeglicher Art und leidenschaftlicher Hobby-Fotograf. Wenn er nicht gerade an einem Quadrocopter bastelt, dann betreut er bei uns das Thema Software und mobile Apps als Produktmanager.

Seit 27 Jahren arbeitet James bei KODAK (heute KODAK Alaris). Angefangen hat er 1988 in Hemel Hempstead (England). Einige Jahre später wurde James für 2 Jahre in die Stuttgarter Niederlassung geschickt, um im Bereich PREMIER Fotocomposing und Retusche System zu arbeiten. In Deutschland lernte er schließlich seine Frau kennen. Schnell war klar, dass er im Schwabenland sesshaft werden wollte.

Gab es die Liebe zur Fotografie schon vor deiner Zeit bei KODAK? Und inwiefern hat dich deine Arbeit hier beeinflusst?

James Casha Kodal Alaris Product Manager
James Casha Product Manager bei KODAK Alaris

Ich habe mich immer für Fotografie interessiert, auch schon als Teenager. Als ich bei Kodak anfing, boomte parallel dazu die digitale Fotografie und ich hatte das Glück, mit vielen der Schlüsseltechnologien zu arbeiten – einschließlich Farbmanagementsysteme, professionelle Digitalkameras, Scanner und Software.

Bist du jemand, der sich und sein fotografisches Talent konstant weiterentwickelt? Und wenn ja, wie?

Ich probiere gerne neue Techniken und Technologien aus – besonders, wenn sie mir helfen, bessere Bilder zu machen. Ich interessiere mich sehr für die HDR-Fotografie. Anstatt einem Bild schieße ich oft eine ganze Belichtungsreihe, um zu sehen ob die Szene als HDR-Bild funktioniert. Vor kurzem habe ich mir einen Quadrocopter mit einer GoPro-Kamera zugelegt und experimentiere jetzt mit Luftbildern und Videos. Ich finde es erstaunlich, dass man heutzutage für ein paar hundert Euro eine Kamera in die Luft setzen kann, um Bilder zu machen, die vor vier oder fünf Jahren einen Hubschrauber mit einem Piloten und einem professionellen Filmteam erfordert hätten!

Verlassene Kriegskrankenhäuser, Ruinen im Allgemeinen und historische Schauplätze haben es dir angetan. Was fasziniert dich an solchen Orten aus fotografischer Perspektive?

Ich mache  viele Bilder aus dem Urlaub, von meiner Familie und Freunden. Gleichzeitig mache ich auch gerne kleine Fotoprojekte. Im Moment bin ich 2/5 des Weges durch eine Serie über den Ersten Weltkrieg. Ich möchte jedes Jahr bedeutende Schauplätze des Ersten Weltkrieges fotografieren, genau 100 Jahre nachdem ein bestimmtes Ereignis stattgefunden hat. Ich startete letztes Jahr in Sarajevo, am Hundertjahrestag der Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand. In diesem Jahr war ich in Gallipoli in der Türkei, genau einhundert Jahre nachdem die Schlacht in Gallipoli begann. Für 2016, 2017 und 2018 habe ich noch keine festen Pläne. Falls jemand ein paar Vorschläge hat – gerne immer her damit!

Was war die außergewöhnlichste Kulisse, die du fotografiert hast?

Während ich im letzten Jahr in Sarajevo war, fotografierte ich einige historische Orte. Die merkwürdigsten Plätze waren vielleicht die verlassenen Ruinen der 1984 angelegten Olympia-Anlage, einschließlich der Bobbahn, die Sprungschanzen und Teile des Olympischen Dorfes. Alle diese Einrichtungen stehen mit Graffiti angemalt, einsam und verlassen in den Wäldern.

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Gibt es einen Traum, denn du dir einmal erfüllen möchtest?

Eines Tages möchte ich ein altes Auto, vielleicht einen Lada oder so etwas kaufen, um entlang der E40 – die längste Straße in „Europa“ zu fahren. Diese Straße beginnt in Calais, in Frankreich und führt durch Westeuropa, Polen, der Ukraine und durch viele ehemaligen Sowjetrepubliken, bis hin nach Kasachstan, nicht zu weit von der chinesischen Grenze. Bisher konnte ich weder Freunde, noch Familie, als Mitfahrer überzeugen. Selbst meine Frau und Kinder schlagen netterweise vor, dass ich die Reise viel mehr genießen würde, wenn sie nicht dabei wären!

Mit welchen Techniken arbeitest du?

Ich habe ziemlich viele Kameras, aber meistens benutze ich eine Nikon SLR mit zwei oder drei verschiedene Objektiven, einschließlich meinem Lieblingszoom, einem 10-20mm Weitwinkel. Der wichtigste Teil der Ausrüstung ist aber nicht meine Kamera, sondern mein solides Manfrotto-Stativ.

Leider ist nicht jeder mit einem Talent gesegnet, was macht einen guten Fotografen aus?

Viel besser als ein guter Fotograf ist jemand, der gut editieren kann. Wenn ihr aus dem Urlaub mit 500 Bildern auf der Speicherkarte wiederkommt, solltet ihr euch nicht verpflichtet fühlen, alle mit euren Freunden zu teilen. Die Freunde sind bestimmt dankbar, wenn ihr die besten 20 oder 30 Bilder aussucht, um sie ihnen zu zeigen. Druckt doch einfach ein paar Abzüge aus – oder noch besser, macht ein Fotobuch, um eure Geschichte zu erzählen (Ups – war das vielleicht Werbung?).

Hast du ein fotografisches Meisterwerk, deinen speziellen #kodakmoment?

Obwohl ich es liebe, Landschaften und ungewöhnliche Orte zu fotografieren: Meine wirklichen Kodak Moments sind natürlich Bilder von meiner Frau und Kindern. Hier sind ein paar Beispiele …

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Janina Benz

Janina Benz

Janina Benz ist seit 2014 Digital Marketing Manager des Geschäftsbereichs Imaging Consumer bei Kodak Alaris. In dieser Funktion verantwortet sie die Themen Firmen-Website, Apps, Social Media und Influencer Relations.

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