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Lake Wanaka, Neuseeland: Große Liebe für eine kleine Insel

28. Juli 2015 — by Nina1

INSPIRATIONStories

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Unsere Gastautorin Nina vom Blog Smaracuja.de erzählt uns diesmal von ihrer großen Liebe für die kleine neuseeländische Insel Mou Waho im Lake Wanaka.

Schon der Tag zuvor war nicht mehr zu toppen gewesen. Nach einem waghalsigen und furchterregenden Fallschirmsprung konnte ich es kaum glauben, als ich doch tatsächlich nur eine Stunde später wieder ein Flugzeug bestieg, um mir den Lake Wanaka in Neuseeland von oben anzusehen. Schon da fiel mir die kleine Insel ins Auge, die selbst einen kleinen See beherbergte, der im Sonnenlicht glitzerte, wie ein kitschiger Swarowski-Klunker. In diesem Moment ahnte noch ich nicht, dass ich beim nächsten Sonnenaufgang auf einem kleinen Motorboot eben dieser entgegenbrausen würde.

Ein schmaler Pfad führt vom Anleger durch den Wald bis hoch auf den Gipfel
Ein schmaler Pfad führt vom Anleger durch den Wald bis hoch auf den Gipfel

See auf einer Insel in einem See auf einer Insel…

Chris, unser Kapitän, trägt einen echten Magnum-Moustache, ist sprunghaft wie ein Eichhörnchen und hat den Humor eines echten Kiwis. Begeistert erzählt er uns von Mou Waho Island und dem „See auf einer Insel in einem See auf einer Insel in einem See auf einer Insel im Ozean“. Ich muss blinzeln, denn so recht kann ich dieser Beschreibung zur unchristlichen Morgenstunde natürlich nicht folgen. Das Folgen fällt mir auch etwa 20 Minuten später noch schwer, als wir durch den Wald von Mou Waho wandern. Ich zähle nicht unbedingt zu den begeisterten Wanderern, doch ist es vielmehr die beeindruckende Landschaft, die sich hinter jedem Busch und jedem Farn auftut , die mich immer wieder zum Anhalten zwingt um die Szenerie auf meiner Kamera festzuhalten.

Vorsicht! Betrunkene Vögel in Neuseeland!

Chris brabbelt vor sich hin, er erzählt uns von der Tierwelt auf Mou Waho, und er scheint jedem einzelnen Lebewesen auf der Insel einen Namen gegeben zu haben. Er erzählt uns, wir sollen uns besonders vor den Vögeln in acht nehmen, die sich hier am liebsten von den gegorenen Früchten ernähren und dann hackenstramm durch die Gegend flattern, bevor sie auf dem „Hangover-Tree“ ihren Rausch ausschlafen.

Dürfen wir vorstellen? Wally, Vorwitznase.
Dürfen wir vorstellen? Wally, Vorwitznase.

Auf unserem Weg begegnen wir „Wally“, dem Männchen des hier ansässigen „Buff Weka“ Vogelpärchens, einer neuseeländischen Art, die kugelrund daherkommt und nicht fliegen kann. „Wally“ ist genau so vorwitzig wie sein Freund Chris und versucht sich Kekse aus den am Boden liegenden Rucksäcken zu stibitzen, als wir einen kurzen Fotostop machen. Chris erzählt uns von Wallies Beziehungsproblemen mit seiner Frau Sally, und an irgendeinem Punkt muss ich aufgehört haben zuzuhören, denn ich blicke zwischen den Bäumen auf die abgefahrenste Kulisse, die mir je begegnet ist. Vor mir liegt der kleine tiefblaue See, der schon am Tag zuvor um meine Aufmerksamkeit gebuhlt hat. Und auf dem See? Wieder eine kleine Insel! Jetzt macht diese ganze Lake-on-an-Island-on-a-Lake-on-an-Island-on-a-Lake-on-an-Island-in-the-Ocean-Aufzählung endlich Sinn! Natürlich nur, wenn man sich bewusst macht, dass Neuseeland selbst auch nur aus Inseln besteht, auf deren Südinsel wir uns gerade befinden.

Bei dieser Aussicht war es um Nina geschehen: Liebe auf den ersten Blick
Bei dieser Aussicht war es um Nina geschehen: Liebe auf den ersten Blick

„Ich bin verliebt in diesen Moment.“

Chris schickt uns noch ein paar Meter in die Höhe, damit wie den vollen Ausblick in seinem „Büro“ -wie er es nennt- bei wörtlich zu nehmendem „High Tea“ genießen können. Ein Moment, bei dem wir alle endlich einmal zur Ruhe kommen. Eine Woche Neuseeland ist an uns vorbei gerast wie der gestrige Fallschirmsprung. Ein Moment in dem wir alles sacken lassen und uns die Wintersonne nicht nur auf die Stirn, sondern endlich auch ins Gemüt scheinen kann. Ich bin verliebt in diesen Moment und schaue auf einen See auf einer Insel auf einem See auf einem Berg auf einer Ins…

Ein echter Kodak-Moment: Reisefreundin Angelika genießt die Ruhe und die Sonnenstrahlen an diesem Wintermorgen
Ein echter Kodak-Moment: Reisefreundin Angelika genießt die Ruhe und die Sonnenstrahlen an diesem Wintermorgen

Dies ist der zweite Gastbeitrag von Nina vom Blog smaracuja.de

Wenn dir ihr Bericht gefallen hat, findest du hier ihren ersten Beitrag zu den Pyramiden von Gizeh und „Großer Angst in kleinen Tunneln“.

Nina

Nina

Nina Hüpen-Bestendonk ist Flummiweltmeisterin und Grafikdesignerin aus Berlin. Sie besitzt über 30 verschiedene Kameras und ist immer mit mindestens 3 davon in der Weltgeschichte unterwegs. Auf ihrem Blog Smaracuja.de teilt sie ihre Fotos und Geschichten, die dazu inspirieren, auch endlich mal wieder die Koffer zu packen und loszuziehen.

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